Die Ludwigskirche in Saarbrücken
Die Ludwigskirche ist in mehrfacher Hinsicht einzigartig. Fürst Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken beauftragte Friedrich-Joachim Stengel mit dem Entwurf der Ludwigskirche und dem sie umgebenden Ludwigsplatz. Heraus kam ein Gesamtkunstwerk im Sinne eines barocken 'palace royale'.
Der Grundriss entspricht etwa einem griechischen Kreuz. In den Risalitschrängen befinden sich außen Nischen, in denen vier Evangelistenstatuen von Francuß Bingh angebracht wurden. Die Steinbalustrade wurde mit 28 Figuren geschmückt, die ebenfalls von Bingh stammen und Apostel und Propheten und andere biblische Gestalten darstellen.
Karyatide. Das Innere der Kirche ist mit ornamentalem Stuck (Kartuschen, Rocaille) dekoriert. In allen vier Kreuzarmen befinden sich Emporen, die jeweils von zwei bzw. vier Karyatiden getragen werden. Der Fußboden ist aus Sandstein.
Das besondere an der Innengestaltung ist einerseits die insgesamt in die Breite gerichtete Anordnung der ganzen Kirche (man spricht von einer sogenannten Breitsaalkirche) und darin wiederum die gestufte Anordnung von Altar, Kanzel und Orgel übereinander (ein sogenannter Kanzelaltar) - eine für eine lutherische Kirche eher ungewöhnliche Anordnung, die aber von Stengel schon in etlichen anderen Bauten in früheren Jahren realisiert worden war.
Die Qualität des Bauwerks ist überragend und kann berechtigt als Höhepunkt barocken Bauens verstanden werden. Ebenso ist die Gesamtanlage des Platzes, mit den beiden städtebaulichen Achsen, die sich in der Mitte der Kirche und des Quadrums in Höhe der 'gultenen Sonne und des Auges Gottes' treffen.
So gilt die Ludwigskirche als eine der stilreinsten und schönsten evangelischen Barockkirchen in Deutschland, nur vergleichbar mit dem Michel in Hamburg oder der Frauenkirche in Dresden.
Infos zur Ludwigskirche finden Sie hier.






